Uruk ist eine der ersten Städte in der Geschichte der Menschheit. Am Ende des 4. Jt. v. Chr. ist sie über 200 Hektar groß. Auf dem Eanna Viertel befanden sich öffentliche Monumentalbauten die majestätisch mit mehrfarbigen Mosaiken beschmückt waren. In dem Viertel der Anu Zikkurat errichtete man einen Tempel auf einer hohen Terrasse. Seine Wände, mit einem weißen Kalkanstrich versehen, gaben ihm seinen heutigen Namen: der Weiße Tempel. Man erkennt den Mittelsaalhausgrundriss, sowie die inneren Anlagen die man schon aus früherer Zeit stammenden Gebäude, aus Eridu kennt. Zwei Masten, die als göttliche Symbole zu interpretieren sind, rahmten den Haupteingang ein. Das Gebäude war mindestens 25 Meter hoch.
- Lage des Weißen Tempels in Uruk, in dem Viertel der „Anu Zikkurat“ (B) gesehen von Nordosten. Bei A: das Eanna Viertel (Bild: G. Gerster)
- Der Weiße Tempel ist das letzte einer längeren Serie von Gebäuden (D/E bis C1), die auf derselben hohen Terrasse (Z-9 genannt) gebaut wurden (Infographie: C. Schuppert)
- Blick von Osten auf den Weißen Tempel nach seiner zu Tage Legung (Deutsches Archäologisches Institut – Orient-Abteilung, Uruk Archiv)
- Virtuelle Rekonstruktion des Weißen Tempels nach Angaben der Deutschen Archäologischen Mission in Uruk (artefacts-berlin.de / Material: Deutsches Archäologisches Institut)
